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Die Märchen der Brüder Grimm

Sie heißen „Schneewittchen“ oder „Der Froschkönig“. Sie erzählen von Wundern, dem Recht auf Glück und vom Sieg des Guten. Die Grimmschen Märchen bringen Kinderaugen zum Leuchten und haben Fans in aller Welt. ‎

Die Märchensammlung der Brüder Grimm zählt zu den bekanntesten und meistverkauften Werken in deutscher Sprache. Viele Figuren wie „Schneewittchen“, „Der Froschkönig“, „Rotkäppchen“ oder „Hänsel und Gretel“ sind weltberühmt. Die Märchen wurden in mehr als 160 Sprachen übersetzt und werden immer wieder neu erzählt – als Comic, Bilderbuch, Kino- oder Zeichentrickfilm, im Videoclip, auf Hörbüchern oder der Theaterbühne.

Am 20. Dezember 1812 veröffentlichten die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm in Berlin den ersten Band ihrer „Kinder- und Hausmärchen“. Diese erste Auflage bestand nur aus 900 Exemplaren. Das Ziel der Brüder war es, die bis dahin immer nur mündlich erzählten Märchen in Buchform zu sammeln.

Die Texte der ersten Ausgabe ließen sich nur schwer vorlesen und waren für Kinder daher wenig geeignet. Die Märchen wurden erst nach gründlicher Umarbeitung zum Erfolg. So lautet der typische Anfang eines Märchens „Es war einmal …“ und am Schluss steht oft der Satz „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute". Mit hinzugefügten Illustrationen fanden die Märchen dann ab 1830 ein immer größeres Publikum. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatten sie Freunde auf der ganzen Welt.

Auf diese Weise entwickelten die Brüder Grimm eine Form, die viele Menschen heute weltweit mit „Märchen" verbinden. Und weil sich die Themen, um die ihre Märchen kreisen, auch in anderen Volksliteraturen finden lassen, werden sie überall verstanden.


Glossar

Kinderaugen zum Leuchten bringen – eine Stimmung herstellen, in der Kinder sich auf etwas freuen

Fan, -s (m.) – jemand, der etwas oder jemanden (z. B. einen Popstar oder einen Fußballverein) ganz toll findet

Comic, -s (m.) – eine Geschichte, die mit einer Reihe von gezeichneten Bildern und kurzen Texten erzählt wird

Zeichentrickfilm, -e (m.) – ein Film aus einer Folge einzeln gefilmter Zeichnungen

Videoclip, -s (m.) – ein kurzer Videofilm zu einer Person, einem Popsong oder einer Sache

Hörbuch, -bücher (m.) – eine CD oder eine Audiodatei mit gesprochenen Texten wie z. B. Romanen

Band, Bände (m.) – hier: ein Buch, das Teil von einer zusammenhängenden Reihe von Büchern mit demselben Thema ist

Auflage, n (f.) – die Anzahl der gleichen Bücher, die zur selben Zeit veröffentlicht werden

Exemplar, -e (n.) – hier: das Einzelstück

Ausgabe, -n (f.) – hier: die Form, in der ein Buch veröffentlicht wird

gründlich – sehr genau und sorgfältig

Umarbeitung, -en (f.) – die Änderung, die Bearbeitung

Illustration, -en (f.) – ein Bild, das zeigt, was in einem Text steht

weltweit – überall auf der Welt

etwas mit etwas verbinden – hier: etwas in Gedanken zusammenbringen

um etwas kreisen – sich um etwas drehen


Fragen zum Text

1. Die Brüder Grimm sammelten Märchen, weil sie …
a) die bis zu dieser Zeit nur mündlich weitergegebene Märchen aufschreiben wollten.
b) viel Geld mit einem Kinderbuch verdienen wollten.
c) weltweit berühmt werden wollten.

2. Eine Änderung ab 1830 vergrößerte den Erfolg der Märchensammlung, es waren …
a) die großen goldenen Buchstaben auf dem Titel der Bücher.
b) ein Hörbuch, das zusammen mit den Märchenbüchern verkauft wurde.
c) die Zeichnungen, die den Märchen im Buch hinzugefügt wurden.

3. Der erste Band der Märchen der Brüder Grimm wurde in …
a) einer Auflage von 300.000 Büchern gedruckt.
b) viele verschiedene Sprachen übersetzt.
c) München veröffentlicht.

4. Wie müsste die folgende Passivumschreibung im Aktiv lauten: „Die Texte der ersten Ausgabe ließen sich nur schwer vorlesen.“
a) Man konnte die Texte der ersten Ausgabe nur schwer vorlesen.
b) Man ließ sich die Texte der ersten Ausgabe nur schwer vorlesen.
c) Man durfte die Texte der ersten Ausgabe nur schwer vorlesen.

5. Welcher Satz ist keine korrekte Passivbildung des Satzes „Erwachsene lesen Kindern häufig Märchen … vor“?
a) Kindern werden von Erwachsenen häufig Märchen vorgelesen.
b) Vor Kindern werden Märchen von Erwachsenen häufig gelesen.
c) Märchen werden Kindern von Erwachsenen häufig vorgelesen.


Arbeitsauftrag
Welche Märchen kennst du? Erzähle ein Märchen aus deiner Heimat in deinen Worten.


Autoren: Silke Bartlick / Michael Stegemann
Redaktion: Ingo Pickel

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