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Historische Treffen in New York

27. September 2013

Erstes Ergebnis der historisch zu nennenden Gespräche der beiden Außenminister Kerry und Sarif in New York: Im Oktober werden die Atomgespräche der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran wieder aufgenommen.

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Die Außenminister des Iran und der USA, Mohammed Dschawad Sarif und John Kerry, und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in New York (Foto: Stan Honda/AFP/Getty Images)
Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images

Nach jahrelangem Streit trafen sich beide Seiten in der New Yorker Zentrale der Vereinten Nationen erstmals auf Außenminister-Ebene - im Rahmen einer Zusammenkunft der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands. Für den amerikanischen Ressortchef John Kerry und seinen iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif war dies die erste Begegnung. Beide Länder haben seit mehr als drei Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen mehr. In der Runde saßen Kerry und Sarif nebeneinander (Foto). Beide gaben sich auch die Hand. Später kamen Kerry und Sarif auch noch zu einem kurzen Zweiergespräch zusammen. Es war eine der hochrangigsten Begegnungen zwischen Vertretern der USA und des Iran seit der Islamischen Revolution 1979 überhaupt.

Atomstreit: das neue Gesicht des Iran

Bei dem Treffen der fünf UN-Vetomächte, Deutschlands und des Iran wurde vereinbart, die Atomgespräche Mitte Oktober wieder aufzunehmen. Die nächste Verhandlungsrunde werde am 15. und 16. Oktober in Genf stattfinden, teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton mit. Die Zusammenkunft der sogenannten 5+1-Gruppe mit Sarif sei positiv verlaufen.

"Was zählt sind Taten"

Washington verdächtigt die Führung in Teheran, heimlich Atomwaffen zu bauen, was diese bestreitet. Die Gruppe aus den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland bemühen sich bereits seit Jahren um eine Beilegung des Atomstreits. Die moderaten Töne des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani nährten zuletzt Hoffnungen auf ein Ende der Eiszeit zwischen Teheran und dem Westen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, die 5+1-Sitzung habe "in einer ganz neuen, bisher ungewohnten Tonlage" stattgefunden. "In dieser Woche hat sich ein Fenster der Gelegenheit geöffnet", sagte er. Westerwelle rief Teheran auf, nun bei den Verhandlungen über sein Atomprogramm ernst zu machen. "Worte sind nicht genug. Was zählt sind Taten, sind greifbare Ergebnisse."

sti/det (afp, dpa, rtr)