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Gute Aussichten für die Industrie

Schmeller, Johanna7. April 2014

Trotz Turbulenzen in den Schwellenländern und der Krimkrise startet die deutsche Industrie gut ins Jahr 2014: Im ersten Quartal verzeichnet sie Zuwächse. Ein Grund ist der milde Winter - aber nicht der einzige.

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Aufschwung in Deutschland Stahlwerk Salzgitter AG
Bild: picture-alliance/dpa

Die deutsche Industrie blickt voller Optimismus ins laufende Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden stieg die Gesamtproduktion im Februar bereinigt um 0,4 Prozent an - rund 0,1 Prozent mehr, als zunächst prognostiziert.

Die Industrieproduktion kletterte gegenüber dem Vormonat sogar um 0,5 Prozent, während Hersteller von Investitionsgütern einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent hinnehmen mussten. Auch die Energieerzeugung ging gegenüber Januar zurück - um 0,3 Prozent, die Bauproduktion um 0,1 Prozent.

Wettereffekte verhelfen zu Wachstum

Die allgemeine Tendenz bleibt nach einem schwungvollen Start ins Jahr positiv: Für das erste Quartal 2014 erwartet das Statistische Bundesamt Zuwächse.

Der milde Winter habe das Wachstum befördert, so Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank. "Deutschlands Wirtschaft hatte ein super-starkes Winter-Quartal." Die Prognose der Berenberg Bank von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent im ersten Quartal 2014 könne sogar noch übertroffen werden.

Angst vor einer rückläufigen Tendenz wegen der Krimkrise sei vorerst unbegründet. Analysten rechnen damit, dass sich das Wachstum im zweiten Quartal etwas abschwäche, jedoch: " Die heutigen Zahlen zur Industrieproduktion bestätigen unser Bild, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2014 kräftig gewachsen ist", so Commerzbank-Volkswirt Johannes Werner. "Auf Jahressicht dürfte beim Wirtschaftswachstum ein Plus von etwa zwei Prozent zu Buche stehen."

js/kis (dpa)