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Deutscher Maschinenbau zieht an

3. November 2014

Der deutsche Maschinenbau ist traditionell ein Jobmotor - und nun gehen wieder mehr Aufträge ein. Dies kann Erholung für die deutsche Wirtschaft bedeuten.

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Symbolbild Maschinenbau Auftragseingänge
Bild: picture-alliance/dpa

Die Bestellbücher der deutschen Maschinenbauer haben sich - nach leichten Einbrüchen im Sommer - wieder gefüllt. Im September gingen etwa 13 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mitteilte.

Besonders wichtig waren dabei die Exporte: Das Inlandsgeschäft sank um neun Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau, die Ausfuhren legten aber im selben Zeitraum um fast ein Viertel (24 Prozent) zu. Dementsprechend sind die Maschinenbauer mit der Entwicklung zufrieden: "Das Geschäft wurde von zahlreichen Großaufträgen beflügelt", so VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

"Anders als im Vormonat kamen die Bestellungen für Großanlagen dieses Mal aus dem Ausland, namentlich aus den Nicht-Euro-Ländern." Der September habe damit den "insgeheim erwarteten Ausgleich" für den schwachen Sommer gebracht. Auslöser des kurzzeitigen Einbruchs seien das Sommerloch, aber auch die Ukrainekrise gewesen.

Starkes Auslandsgeschäft

Im Dreimonatsvergleich des Zeitraums von Juli bis September stiegen die Auftragseingänge insgesamt um fünf Prozent - im Ausland stärker als im Inland. Zugpferde mit Zuwächsen von 20 Prozent und mehr waren nach VDMA-Angaben die Verfahrenstechnik, Bergbaumaschinen sowie Aufzüge und Fahrtreppen.

Insgesamt rechnen die Maschinenbauer für 2014 mit einem Rekordumsatz von 210 Milliarden Euro - vier Milliarden mehr als im Vorjahr.

js/ul (rtr, dpa)