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CIVIS Kinopreis für "Fack ju Göhte"

8. Mai 2014

Der beliebteste deutsche Film des vergangenen Jahres ist mit dem Integrationspreis CIVIS ausgezeichnet worden. Der Preis gilt Medienangeboten, die sich um ein friedliches Zusammenleben in Europa verdient machen.

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Szene aus der deutschen Kinoproduktion "Fack ju Göhte" (Foto: Constantin Film)
Bild: Constantin Film Verleih

Die Erfolgskomödie "Fack ju Göhte"ist eindeutiger Sieger des neu von der CIVIS-Stiftung ins Leben gerufenen Publikumspreises. Fünf europäische Filme waren nominiert, über die Anfang April im Internet abgestimmt werden konnte. Insgesamt vergab die Jury bei einer festlichen Gala im Berliner Auswärtigen Amt zehn mit jeweils 3.000 Euro dotierte Auszeichnungen vor allem an europäische Radio- und TV-Programme.

Der Europäische CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt wird von der ARD und der Freudenberg Stiftung ausgeschrieben. Er wird jährlich als europäischer und deutscher Fernsehpreis sowie als europäischer Radiopreis für deutschsprachige Programme in der EU und der Schweiz vergeben. An dem Wettbewerb nahmen nach CIVIS-Angaben 709 Programme aus 23 EU-Staaten und der Schweiz teil.

Dreimal Österreich

Diesmal wurde der Österreichische Rundfunk (ORF) gleich zwei Mal bedacht: Im Bereich Fernsehen ging der Preis an die Dokumentation "Mama Illegal" von Ed Moschwitz über Frauen, die ohne Pass versteckt in Österreich leben und sich durchschlagen. In der Kategorie Unterhaltung ging der Preis an die ORF-"Tatort"-Produktion "Angezählt" sowie an den Film "Transfer - Der Traum vom ewigen Leben" (ZDF/ARTE).

Geehrt wurde zudem die in Deutschland viel diskutierte Reportage "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" (HR) über ausbeuterische Bedingungen bei dem Online-Versandhändler. Daneben wurde eine Reportage des bulgarischen Senders BNT über eine Roma-Familie ("Small Stories from the Roma world: Hristov family) ausgezeichnet.

"Plädoyer für eine Utopie"

Bei den Auszeichnungen für Radiobeiträge ging ein Preis an Marc Lehmann für seine Reportage aus einem tschechischen Ort, in dem Roma und Tschechen friedlich zusammenleben (SRF/Schweiz). Außerdem wurde Klaus Schirmers Radio-Feature (SWR) über eine Rentnerin, die in ganz Deutschland Naziparolen wegputzt, geehrt.

Den Young CIVIS Media Prize 2014 erhielt Eline Schellekens für ihren Kurzfilm "A home for Lydia" (KRO-NCRN/Niederlande). Darin dokumentiert sie den Alltag eines Mädchens, das seit der Geburt ohne Aufenthaltsgenehmigung in den Niederlanden lebt. Der Online-Preis ging an die österreichische Videoplattform everydayrebellion.net, die Formen gewaltlosen Widerstands dokumentiert. "Ein Zeitzeugnis, aber auch ein Plädoyer für eine Utopie", befand die Jury.

rb/kle (dpa, epd, kna)