Langsam gesprochene Nachrichten

01.04.2024 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Historischer Sieg der Opposition bei Kommunalwahlen in der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Sieg der Opposition bei den Kommunalwahlen eingestanden. Er sprach von einem „Wendepunkt“ für sein Lager, das seit 2002 an der Macht ist. Nach Auszählung fast aller Stimmen erlitt Erdoğans islamisch-konservative AKP ihr schlimmstes Wahldebakel seit zwei Jahrzehnten. Die größte Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, erklärte sich in Istanbul und der Hauptstadt Ankara zum Sieger. In der politisch bedeutenden Metropole Istanbul wurde Bürgermeister Ekrem İmamoğlu wiedergewählt. „Wir stehen an erster Stelle mit einem Vorsprung von mehr als einer Million Stimmen“, sagte der 52-Jährige vor Journalisten.
 

Zehntausende Israelis demonstrieren gegen Netanjahu

Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Israel den zweiten Tag in Folge gegen die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu protestiert. Sie forderten nahe dem Parlament in Jerusalem Neuwahlen. Außerdem verlangten die Demonstranten ein Abkommen der Regierung mit der palästinensischen Terrororganisation Hamas, damit diese die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln rasch freilasse. Oppositionsführer Jair Lapid kritisierte Netanjahu scharf. Der Regierungschef zerstöre Israels Beziehungen zu den USA und überlasse die Hamas-Geiseln ihrem Schicksal, sagte er.
 

Israel meldet Tötung von Hisbollah-Chef

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah-Miliz im Libanon getötet. Es sei ein Fahrzeug in der südlibanesischen Region Kunin getroffen worden, in dem sich Ismail Al-Sin befunden habe, erklärte die Armee. Al-Sin sei Kommandeur der Panzerabwehrraketeneinheit der Hisbollah gewesen, die „für Dutzende von Angriffen“ auf Israel verantwortlich sei. Die Hisbollah bestätigte den Tod von Al-Sin. Kunin liegt rund zehn Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. Seit dem Israel-Hamas-Krieg greift die Hisbollah immer wieder Ziele im Nachbarland an. Die Hisbollah wird von Israel, den USA, Deutschland und weiteren Staaten als Terrororganisation geführt.
 

Der Joint ist nun legal in Deutschland

Seit Mitternacht ist der Besitz und Konsum von Cannabis in Deutschland für Erwachsene unter Auflagen erlaubt. Zum 1. April trat das entsprechende Gesetz in Kraft, das die Ampel-Koalition gegen große Widerstände der Oppositionsparteien durchgesetzt hatte. Wer 18 Jahre oder älter ist, darf zu Hause bis zu 50 Gramm der Droge aufbewahren und im Freien maximal 25 Gramm mit sich führen. Außerdem ist es gestattet, bis zu drei Cannabis-Pflanzen zu Hause zu haben. In der Öffentlichkeit darf gekifft werden, aber nicht in der Nähe von Kindern und Jugendlichen, Schulen, Kitas, Spiel- und Sportplätzen und am Tage auch nicht in Fußgängerzonen.
 

Mindestens acht Tote bei bewaffnetem Angriff in Ecuador

Bei einem Angriff in dem von Bandengewalt erschütterten Ecuador sind mindestens acht Menschen getötet worden. Die Tat habe sich im Süden der Hafenstadt Guayaquil ereignet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mit. Die Gewalt in dem Andenstaat hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Ecuador ist ein wichtiges Transitland für Kokain aus Kolumbien, Peru und Bolivien, das über die Hafenstadt Guayaquil in die USA und nach Europa geschmuggelt wird.
 

Britischer König Charles III. nimmt an Ostermesse in Windsor teil

Der an Krebs erkrankte britische König Charles III. hat an der traditionellen Ostermesse in der St. George's Chapel in Windsor teilgenommen. Der 75-Jährige winkte der vor der Kirche wartenden Menge zu, als er mit seiner Frau Camilla an dem zu Schloss Windsor gehörenden Gotteshaus ankam. Beim Verlassen der Kirche nach gut einer Stunde begrüßten Charles und Camilla einige der Wartenden und sprachen kurz mit ihnen. Es war der erste bedeutendere öffentliche Auftritt des Monarchen seit dessen Krebsdiagnose. Der Buckingham-Palast hatte Anfang Februar mitgeteilt, dass der König an Krebs erkrankt sei.