Die Berliner nennen das Kanzleramt wegen seiner merkwürdigen Bauweise 'Waschmaschine'. Hier ist das Büro des Bundeskanzler oder der -kanzlerin, und hier ist auch der Kabinettssaal.
Der Bundeskanzler steht einem Kabinett von Fachministern vor. Zusammen bilden sie die Bundesregierung, die politische Führung des Landes. Sie hat die Aufgabe, die vom Parlament beschlossenen Gesetze auszuführen und das Land nach außen zu vertreten.
Nach der deutschen Verfassung, dem Grundgesetz, bestimmt der Bundeskanzler einerseits die Richtlinien der Politik. Andererseits werden Entscheidungen im Kabinett mit Mehrheit gefällt. Die Macht des Bundeskanzlers ist daher von Mehrheiten in der Regierung und den sie tragenden Parlamentsfraktionen abhängig. Nur im Verteidigungsfall hat der Bundeskanzler auch die Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr, in Friedenszeiten liegt sie beim Bundesverteidigungsminister.
Das deutsche Volk kann den Bundeskanzler nicht direkt wählen, aber es entscheidet alle vier Jahre indirekt über das Amt - bei der Bundestagswahl. Um Kanzler zu werden, muss man im Bundestag die Mehrheit aller gewählten Abgeordneten hinter sich bringen, das ist die sogenannte Kanzlermehrheit. Dazu muss sich die Partei des Kanzlerkandidaten in der Regel einen Koalitionspartner suchen, bislang bestanden Koalitionsregierungen in Deutschland aus zwei verschiedenen Parteien.
Welche Ressorts, welche Minister?
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