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Irak

Anschlag auf schiitische Pilger

Wieder sind Schiiten Opfer eines Selbstmordanschlags im Irak geworden: Sie waren auf dem Rückweg vom traditionellen Kerbala-Fest, als die Bombe explodierte.

Mindestens 27 Menschen sind bei einem Anschlag auf eine Bushaltestelle im irakischen Mussajab etwa 60 Kilometer südlich von Bagdad getötet worden. Der Attentäter raste mit seinem Auto in eine Gruppe von schiitischen Pilgern, die an der Bushaltestelle standen, und sprengte sich dann in die Luft. Mindestens 60 weitere Menschen wurden verletzt.

Die schiitischen Pilger waren auf dem Heimweg von einem traditionellen schiitischen Fest im irakischen Kerbala. Bei dem Gedenkfest wird an den Märtyrer Imam Hussein erinnert.

Unzufriedene Sunniten

Die Schiiten und ihre religiösen Feste waren im Irak in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Anschlägen. Zu der jüngsten Tat hat sich wie üblich niemand bekannt. Als verantwortlich gelten aber radikale sunnitische Gruppen wie das Terrornetzwerk Al-Kaida.

Die Minderheit der Sunniten fühlt sich unterdrückt und wirft der von schiitischen Parteien dominierten irakischen Regierung vor, unter dem Einfluss des schiitischen Nachbarn Iran zu stehen. Bis zum Sturz von Diktator Saddam Hussein, selbst ein Sunnit, waren sie die dominierende Bevölkerungsgruppe im Irak.

det/haz (afp, dapd, rtr)

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