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Langsam gesprochene Nachrichten

29.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat die internationale Geberkonferenz für den Militäreinsatz in Mali begonnen. Neben den Staats- und Regierungschefs afrikanischer Staaten nehmen Vertreter der UN und der EU sowie Delegationen aus Frankreich, Großbritannien, den USA, Japan und Deutschland teil. Für den Militäreinsatz sind mindestens 950 Millionen Dollar (706 Millionen Euro) nötig. Der Präsident der Elfenbeinküste und Vorsitzende der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, Alassane Ouatarra, sagte, der Verlauf der Kämpfe habe gezeigt, das mindestens 10.000 Soldaten notwendig seien, um Mali aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien. Ursprünglich waren 3300 geplant. Die Afrikanische Union hat bereits angekündigt, sich mit 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) an der Gesamtsumme zu beteiligen, die Europäische Union gibt 50 Millionen Euro. Zudem will die EU Militärausbilder entsenden.

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Mali erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Dringlichkeitskredit in Höhe von 18,4 Millionen Dollar. Das beschloss das IWF-Direktorium am Montag in Washington. Damit soll die Wirtschaft des westafrikanischen Landes stabilisiert werden. Die Mittel deckten nicht den kompletten Bedarf der Regierung ab, sollten aber auch ein Signal an die übrigen internationalen Geldgeber sein. Laut IWF wird Mali auch von der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank und Frankreich finanziell unterstützt.

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In Ägypten sind trotz der für drei Städte geltenden Ausgangssperre erneut Tausende zu Protesten gegen die Regierung von Präsident Mohammed Mursi auf die Straßen gegangen. In Port Said, einer der betroffenen Städte, kam es vor mehreren Polizeiwachen zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Dabei sei ein junger Mann erschossen worden, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auch in Suez und Ismailia setzten sich die Menschen über die Ausgangssperre hinweg. Die in den Städten stationierten Militärs griffen nicht ein. Auch in Kairo und Alexandria gab es Protestkundgebungen. Dabei soll in der Nähe des Tahrir-Platzes in Kairo ein Mensch erschossen worden sein. Mursi will zur Wiederherstellung der Ruhe im Land das Militär verstärkt einsetzen.

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Guatemalas früherer Diktator Efraín Ríos Montt muss sich vor Gericht verantworten. Dem 86-Jährigen werde wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Prozess gemacht, entschied der zuständige Richter in Guatemala-Stadt. Ríos Montt werden Massaker an der Maya-Bevölkerung während seiner Amtszeit vorgeworfen. Der frühere General war 1982 durch einen Putsch an die Macht gelangt und hatte das Land bis zum folgenden Jahr mit harter Hand regiert. Bei den Massakern an den Maya sollen im Norden des Landes mehr als 1770 Menschen getötet worden sein. Die Maya wurden verdächtigt, im Bürgerkrieg die Guerilla zu unterstützen. Ríos Montt war jahrelang durch sein Abgeordnetenmandat vor Strafverfolgung geschützt. Erst seit Anfang 2012 genießt er keine Immunität mehr. Er steht seitdem unter Hausarrest.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der scheidenden niederländischen Königin Beatrix ihre Anerkennung ausgesprochen. Besonders die Verdienste der Monarchin um die Aussöhnung zwischen Deutschland und den Niederlanden seien hoch zu würdigen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Dass heute Normalität und Freundschaft zwischen den Menschen herrschten, sei zu einem erheblichen Teil der Königin zu verdanken. Beatrix hatte am Montag ihren Thronverzicht zum 30. April dieses Jahres angekündigt. Damit macht sie den Weg frei für ihren ältesten Sohn Willem-Alexander. Er wird der erste niederländische König seit mehr als 100 Jahren.

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Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von sechs kanadischen Banken um jeweils eine Stufe abgesenkt. Die Agentur begründet den Schritt mit der hohen Verschuldung der kanadischen Konsumenten und hohen Immobilienpreisen. Dadurch seien die Banken verwundbarer für die Risiken der kanadischen Wirtschaft, sagte Moody's Vizepräsident David Beattle. Betroffen sind die Geldinstitute Toronto-Dominion Bank, Bank of Nova Scotia, Bank of Montreal, Canadian Imperial Bank of Commerce, National Bank of Canada und Caisse populaire Desjardins. Beattle wies darauf hin, dass die kanadischen Banken noch immer zu den weltweit am höchsten bewerteten gehören.

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An der Ostküste von Australien breitet sich das Hochwasser rasant in Richtung Süden aus. An einem 700 Kilometer langen Küstenstreifen kämpfen Menschen und Rettungsdienste seit Tagen gegen die Wassermassen. Wind mit Orkanböen und schweren Regenfällen versetzte die Millionenstadt Brisbane in Queensland und den weiter südlich gelegenen Bundesstaat New South Wales in Alarmbereitschaft. Bislang kamen vier Menschen ums Leben. Tausende suchten in Notlagern Zuflucht. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom. Die Regierung von Queensland rief verbliebene Einwohner auf, auf die Dächer zu steigen, damit sie mit Hubschraubern gerettet werden können.

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