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Langsam gesprochene Nachrichten

27.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Griechenland bekommt von seinen internationalen Geldgebern die Freigabe für Kredite von insgesamt fast 44 Milliarden Euro. Die Hilfen sollen ab Dezember in mehreren Tranchen gezahlt werden. Das geht aus einer am frühen Dienstagmorgen verbreiteten Erklärung der Eurogruppe hervor. Parlamente in den Geberstaaten, darunter auch in Deutschland, müssen die Auszahlung noch billigen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, er hoffe auf eine Abstimmung des Bundestages noch in dieser Woche. Die Unterlagen zu der vereinbarten Lösung müssten rasch vorgelegt werden, damit Zeit zur Prüfung bestehe. Das Ganze sei hinreichend kompliziert, so Schäuble.

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Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Rebellengruppe M23 ein Ultimatum zum Abzug aus der Stadt Goma verstreichen lassen. Nach Angaben des Militärs in Uganda verlangen die Rebellen Zusicherungen. Vor einem Abzug in ein oder zwei Tagen müssten noch eine Reihe von Fragen geklärt werden. Zuvor hatten die Rebellen angekündigt, sie wollten Goma zu ihrem Hauptquartier machen. Ein regionaler Krisengipfel mehrerer afrikanischer Staaten hatte die Rebellen aufgefordert, bis zur Nacht zu diesem Dienstag aus der Millionenstadt abzuziehen. Unterdessen werden die Lebensbedingungen für die Menschen in Goma und Umgebung immer schwieriger. Nach Berichten der Hilfsorganisation World Vision gibt es kaum Strom und sauberes Trinkwasser. In der Umgebung von Goma seien zahlreiche neue Flüchtlingslager entstanden. Die bisherigen Lager sind überfüllt. Der Flughafen von Goma ist geschlossen, so dass keine Hilfsflüge möglich sind. Der UN-Sicherheitsrat will sich in einer Sondersitzung mit der Krise in dem zentralafrikanischen Land befassen.

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Ägyptens Präsident Mohammed Mursi ist auch nach einem Treffen mit Mitgliedern des Obersten Richterrates nicht von seiner umstrittenen Verfassungserklärung abgerückt. Das erklärte sein Sprecher, Jassir Ali. Die Richter betonten, das Treffen sei "gescheitert". Sie wollten ihren Streik daher nicht abbrechen. Mursi habe den Richtern allerdings versprochen, er respektiere die Unabhängigkeit der Justiz. Die von ihm verkündeten Dekrete beträfen nur Fragen der "Souveränität". Gegner des islamistischen Staatschefs kündigten für diesen Dienstag neue Proteste an. Dagegen sagten die Muslimbrüder - die hinter Mursi stehen - eine geplante Kundgebung ab. Zur Begründung hieß es, man wolle Zusammenstöße verhindern. Der Präsident hatte in heftig umstrittenen Dekreten seine Anordnungen bis zur nächsten Parlamentswahl vor Gericht unanfechtbar gemacht. Auch verlieh er der Verfassungsgebenden Versammlung - die von Islamisten dominiert wird - juristische Immunität.

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In Ramallah ist die Leiche des ehemaligen palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat exhumiert worden. Acht Jahre nach seinem Tod nahmen Experten aus der Schweiz, Frankreich und Russland nach Angaben des palästinensischen Ermittlerteams Proben von Arafats Knochen. Sie wollen klären, ob der Ex-Präsident einem Giftmord zum Opfer fiel. Ein Schweizer Labor hatte im Juli an Arafats Kleidung eine erhöhte Konzentration der radioaktiven Substanz Polonium 210 gemessen. Der Fund nährte lang gehegte Spekulationen, dass der im November 2004 in einem französischen Militärkrankenhaus gestorbene Politiker ermordet worden sein könnte. Arafat erlitt einen Schlaganfall. In den Wochen vor seinem Tod litt er jedoch an einer Krankheit, die nicht genau diagnostiziert wurde.

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Nach dem schweren Brand in einer Behindertenwerkstatt im Schwarzwald, bei dem 14 Menschen ums Leben gekommen sind, dauern die Ermittlungen an. Unter den Opfern sind Betreuer und Behinderte. Sie seien vermutlich an Rauchvergiftung gestorben, teilte die Einsatzleitung in Titisee-Neustadt mit. Der Großbrand ist die bislang folgenschwerste Katastrophe in einer Einrichtung dieser Art in Deutschland. Das Unglück löste große Anteilnahme aus. Neben Bundespräsident Joachim Gauck bekundete auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sein Beileid. -- Als das Feuer ausbrach, befanden sich 120 Menschen in dem Gebäude. Die Feuerwehr konnte in einer dramatischen Aktion viele der behinderten Menschen aus der Einrichtung der Caritas retten. Die Unglücksursache ist noch unklar. Möglicherweise explodierten in einem Lagerraum Chemikalien.

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