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Langsam gesprochene Nachrichten

21.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen haben die Bürger für einen Machtwechsel gestimmt: Nach dem am späten Sonntagabend veröffentlichten Endergebnis kommen die beiden bisherigen Oppositionsparteien SPD und Grüne zusammen auf 69 Mandate. Auf die Regierungskoalition aus CDU und FDP unter Ministerpräsident David McAllister entfallen 68 Sitze. Der hauchdünne Vorsprung von Rot-Grün stand erst nach einer stundenlangen Zitterpartie fest. SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil, derzeit noch Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, kann nun das gewünschte Regierungsbündnis schmieden und neuer Ministerpräsident werden. Nicht mehr im Landtag vertreten ist Die Linke, auch die Piraten scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. An diesem Montag beraten die Spitzen der Parteien in Berlin über das knappe Ergebnis. Die Niedersachsen-Wahl galt als wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl im Herbst.

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat erneut ein Selbstmordkommando der Taliban zugeschlagen. Ziel des Angriffs war das Hauptquartier der Verkehrspolizei. Mindestens zwei Selbstmordattentäter seien in das Gebäude eingedrungen, teilte die Polizei mit. Mindestens ein Extremist habe sich in die Luft gesprengt. Danach habe es mehrere kleinere Explosionen gegeben. Es sei zu einem stundenlangen Feuergefecht gekommen. Ein Taliban-Sprecher bekannte sich zu der Tat. Erst am vergangenen Mittwoch hatten die Taliban die Zentrale des Geheimdienstes in Kabul angegriffen. Dabei wurden nach amtlichen Angaben die sechs Angreifer und ein Wachmann getötet.

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Nach dem Geiseldrama in der Gasförderanlage in Algerien hat die verantwortliche Islamistengruppe weitere Angriffe angekündigt. Es werde Einsätze in allen Ländern geben, die an dem "Kreuzzug" gegen die Islamisten im Norden Malis teilnähmen, hieß es in einer Erklärung der Gruppe Al-Mulathamin. Zudem forderte sie alle Muslime auf, sich zu ihrem eigenen Schutz von Anlagen fernzuhalten, die von ausländischen Unternehmen betrieben würden. Auf dem Gelände der Förderanlage In Amenas wurden unterdessen 25 Leichen gefunden. Ob es sich bei ihnen um Islamisten oder Geiseln handelte, ist bislang nicht geklärt. Da zudem ein Rumäne seinen schweren Verletzungen erlag, stieg die Gesamtopferzahl auf mindestens 81. Das Schicksal von mehr als 20 Ausländern gilt noch als ungewiss. Algerische Spezialeinheiten hatten den Industriekomplex am Samstag gestürmt und dabei elf Entführer getötet.

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Die deutschen "Patriot"-Luftabwehrraketen für der Einsatz der Bundeswehr in der Türkei sind in Iskenderun eingetroffen. Das Schiff mit den Waffensystemen sei in den Hafen der südtürkischen Stadt eingelaufen, berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt werden etwa 350 deutsche Soldaten gemeinsam mit Einheiten aus den USA und den Niederlanden dafür zuständig sein, mögliche Raketenangriffe aus Syrien auf den NATO-Partner Türkei abzuwehren. Spätestens Anfang Februar soll die volle Einsatzbereitschaft hergestellt sein. Das deutsche Einsatzkontingent wird in der Stadt Kahramanmaras stationiert, etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

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In Österreich wird es auch künftig eine Wehrpflicht geben. Bei einer Volksbefragung am Sonntag stimmten dem vorläufigen Endergebnis zufolge 59,8 Prozent der Wähler für den verpflichtenden sechsmonatigen Militärdienst und gegen die Einführung eines Berufsheeres. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent und war damit höher als erwartet. Das Ergebnis ist ein Rückschlag für die Sozialdemokraten von Bundeskanzler Werner Faymann, die sich für ein Berufsheer stark gemacht hatten. Dagegen wollte die ebenfalls an der Regierung beteiligte konservative Volkspartei an der Wehrpflicht festhalten. Das österreichische Bundesheer umfasst derzeit 55.000 Soldaten. In anderen Ländern Europas gehört der verpflichtende Wehrdienst für junge Männer bereits seit Jahren der Geschichte an. Deutschland hatte ihn 2011 abgeschafft - nach Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden und anderen Ländern.

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