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Langsam gesprochene Nachrichten

18.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In der südlichen Kaukasusrepublik Armenien wird ein neuer Präsident gewählt. Sieben Kandidaten bewerben sich für das Amt. Die Vertreter der drei wichtigsten Oppositionsparteien boykottieren die Abstimmung. Als Favorit gilt nach Umfragen der 58 Jahre alte Amtsinhaber Sersch Sargsjan. Insgesamt sind 2,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet die Wahl. Die ehemalige sowjetische Kaukasusrepublik kommt auch mehr als 20 Jahre nach ihrer Unabhängigkeit 1991 wirtschaftlich nicht auf die Beine. Das Land ist in der Region weitgehend isoliert mit geschlossenen Grenzen zu seinem autoritären Nachbarn Aserbaidschan, aber auch zur Türkei. Offene Grenzen hat das Land nur zum Iran und zur Schwarzmeerrepublik Georgien. Russland hat als so genannte Schutzmacht Tausende Soldaten in Armenien stationiert.

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Staatschef Rafael Correa ist bei den Präsidentenwahlen in Ecuador im Amt bestätigt worden. Er erhielt nach Teilergebnissen rund 56 Prozent der Stimmen. Der konservative Bankier Guillermo Lasso wurde demnach mit 24 Prozent zweiter. Correa wird zugutegehalten, nach Jahren politischer Turbulenzen für Stabilität in Ecuador gesorgt zu haben. Der 49-jährige Ökonom hat in seiner bisherigen Amtszeit die Sozialausgaben erhöht und einkommensschwachen Familien den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen erleichtert. Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den eigenen Bodenschätzen sichern. Kritiker werfen ihm einen autoritären Regierungsstil und Verstöße gegen die Pressefreiheit vor.

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Haushaltskürzungen im Zuge der weltweiten Finanzkrise haben sich laut einer Studie auch auf den Rüstungssektor ausgewirkt. Wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI mitteilte, gingen die Verkäufe der großen Rüstungskonzerne erstmals seit fast 20 Jahren zurück. Die hundert größten Waffenkonzerne hätten 2011 einen Rückgang der Verkäufe um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Der Umsatz bei Waffen und militärischen Dienstleistungen sank damit auf 410 Milliarden Dollar (307 Mrd Euro). Es sei das erste Mal seit 1994 gewesen, dass es keine Steigerung der Verkäufe gegeben habe, hieß es weiter. Chinesische Firmen wurden aufgrund des Fehlens verlässlicher Daten nicht für die Studie berücksichtigt. Die Liste der betrachteten Unternehmen wird von der US-Firma Lockheed Martin, gefolgt vom US-Konzern Boeing und dem britischen BAE Systems angeführt. Der europäische Konzern EADS, an dem auch die Bundesregierung beteiligt ist, liegt auf dem siebten Platz.

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Die regierungskritische kubanische Bloggerin Yoani Sánchez ist zu einer dreimonatigen Auslandsreise aufgebrochen. Sánchez reist zuerst über Panama nach Brasilien. Insgesamt werde sie etwa ein Dutzend Länder bereisen, darunter auch die USA, Tschechien, Polen und die Niederlande. Die Regierung in Havanna hatte im Januar die strengen Ausreiseregelungen gelockert. In der Vergangenheit hatten die Behörden etwa 20 ihrer Ausreiseanträge abgelehnt, wie Sánchez erklärte. Die 37-Jährige verbreitet über ihren Blog "Generation Y" kritische Ansichten über die Zustände in Kuba. 2008 wurde sie mit dem Weblog-Award der Deutschen Welle, The Bobs, ausgezeichnet.

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In der US-Hauptstadt Washington haben mehrere tausend Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie US-Präsident Barack Obama auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen und konkrete Maßnahmen gegen die weltweite Klima-Erwärmung zu ergreifen. Die Proteste richteten sich auch gegen den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline, die aus Teersand gewonnenes Öl von Kanada nach Texas transportieren soll. Eine Petition zur Unterstützung der Forderungen wurde von zahlreichen Prominenten unterzeichnet, darunter Alec Baldwin, Susan Sarandon, Morgan Freeman und Yoko Ono. US-Präsident Obama hatte sich am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation für mehr Klimaschutz stark gemacht und angekündigt, notfalls am US-Kongress vorbei Maßnahmen zu ergreifen.

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