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Langsam gesprochene Nachrichten

13.12.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die EU-Finanzminister haben sich nach einer nächtlichen Marathonsitzung auf eine Bankenaufsicht für die Euro-Zone verständigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll künftig die größten Kreditinstitute in der Euro-Zone überwachen. Beim ersten Anzeichen von Problemen soll sie auch bei kleineren Geldhäusern eingreifen dürfen. Das neue Kontrollsystem unter dem Dach der Währungshüter soll nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble 2014 seine Arbeit aufnehmen. Am Nachmittag kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu einem zweitägigen Treffen zusammen. Es ist der letzte EU-Gipfel in diesem Jahr. Auch bei diesem Treffen geht es um Reformen in der Eurozone. Kanzlerin Angela Merkel gibt am Vormittag eine Regierungserklärung zum Thema ab.

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In einem Akt internationaler Solidarität haben sich zahlreiche Staaten auf die Seite der syrischen Opposition gestellt. Deren kürzlich gebildete Nationale Koalition sei "legitime Vertreterin des syrischen Volkes", erklärte die sogenannte Syrien-"Freundesgruppe" zum Abschluss einer Konferenz in Marrakesch. Zugleich forderte die "Freundesgruppe", der rund 130 Länder und Organisationen angehören, Staatschef Baschar al-Assad zum Rücktritt auf und warnte ihn vor dem Einsatz chemischer oder biologischer Waffen. Dies hätte eine "ernste Antwort" zur Folge. Auf Initiative Deutschlands und Saudi-Arabiens wurde in Marrakesch auch beschlossen, einen Hilfsfonds für den Wiederaufbau Syriens vorzubereiten. Er soll konkrete Projekte der Opposition finanzieren.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Start einer nordkoreanischen Langstrecken-Rakete scharf verurteilt. Der Start stelle eine klare Verletzung von Resolutionen des Sicherheitsrates dar, erklärte das höchste UN-Gremium nach einer Sondersitzung in New York. Die 15 Mitglieder des Rates würden ihre Beratungen über eine "angemessene Reaktion" auf das Verhalten Nordkoreas fortsetzen. Auch die Europäische Union prüft neue Sanktionen gegen das bereits weithin isolierte Land.

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Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist gescheitert. Im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ließen sich SPD und Grüne nicht umstimmen und blieben bei ihrem Nein. Laut Abkommen sollte auf das bei Schweizer Banken liegende Schwarzgeld deutscher Steuerhinterzieher einmalig eine Pauschalsteuer an den deutschen Fiskus überwiesen werden. Dies sollte anonym und rückwirkend für zehn Jahre geschehen. Die Union kritisierte, die rot-grünen Bundesländer würden aus Wahlkampftaktik auf Milliardeneinnahmen verzichten.

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Neun Jahre nach der Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri durch den US-Geheimdienst CIA entscheidet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte heute über eine Beschwerde des 49-Jährigen. Die Klage richtet sich gegen Mazedonien, wo el Masri Ende 2003 festgenommen und anschließend der CIA übergeben wurde, die ihn nach Afghanistan verschleppte. Der Deutsch-Libanese wirft den mazedonischen Behörden vor, ihn an die CIA ausgeliefert zu haben. Er macht Verstöße gegen das Grundrecht auf Freiheit und gegen das Folterverbot geltend. Das Urteil wird von der Großen Kammer des Straßburger Gerichts gefällt, Berufung ist damit nicht mehr möglich.

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Nach dem Fund einer Bombe am Hauptbahnhof Bonn laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Ein "anfänglicher Ermittlungsansatz in Richtung islamistischer Terrorismus" habe sich zerschlagen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der in einer Reisetasche versteckte Sprengsatz war höchst gefährlich, wie der leitende Kriminaldirektor Norbert Wagner berichtete. Bei einer funktionierenden Sprengvorrichtung hätte es vermutlich einen gefährlichen Feuerball und eine Explosion mit großer Splitterwirkung gegeben. Die Ermittler suchen neben einem dunkelhäutigen Mann mittlerweile auch einen hellhäutigen, der die Tasche am Montag am Bonner Bahnhof platziert haben könnte. Er ist auf Videoaufnahmen eines Schnellrestaurants zu sehen, dass sich in unmittelbarer Nähe des Tatortes befindet.

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Das Weltraumteleskop "Hubble" hat sieben bisher unbekannte Galaxien erspäht. Sie gehörten zu den ältesten und am weitesten entfernten jemals gesichteten Sterneninseln, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Entstanden seien die Galaxien vermutlich vor mehr als 13 Milliarden Jahren. Das "Hubble"-Teleskop war 1990 ins All gebracht worden und beobachtet seitdem Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung.

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