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Langsam gesprochene Nachrichten

11.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Islamistische Rebellen haben einen überraschenden Angriff auf die größte nordmalische Stadt Gao gestartet und sich über Stunden heftige Gefechte mit malischen Soldaten geliefert. Später griff die französische Armee mit Hubschraubern in die Kämpfe ein, wie ein Militärsprecher mitteilte. Die Rebellen der Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO) waren mit Booten ins Zentrum der am Fluss Niger liegenden 90.000-Einwohner-Stadt vorgestoßen und hatten sich von dort über Gao verteilt. Seit Sonntagabend soll das Stadtzentrum wieder unter Kontrolle der malischen Streitkräfte sein. Die Mujao-Rebellen bekannten sich auch zu dem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten der malischen Truppen, bei dem Stunden zuvor ein Soldat verletzt worden war. Mujao-Sprecher Abu Walid Sahraui sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Kämpfe würden bis zum Sieg fortgesetzt. Die Islamisten hatten Gao über Monate kontrolliert, bis sie sich Ende Januar vor den anrückenden französischen Soldaten zurückzogen.

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Bei einem Überfall auf einen Viehtrieb im Südsudan sind nach Behördenangaben 103 Menschen getötet worden. Wie der Gouverneur der nordöstlich gelegenen Provinz Jonglei mitteilte, trieben Angehörige des Stamms der Lou Nuer Tiere über den Fluss Sobat, als sie von Bewaffneten angegriffen wurden. Bei der Schießerei starben demnach 72 Stammesmitglieder, 14 Soldaten der südsudanesischen Armee, die den Viehzug schützen sollten, sowie 17 Angreifer. Die Behörden vermuten, dass die Angreifer zu einer Rebellengruppe gehören, die von David Yau Yau angeführt wird. Yau Yau ist ein ehemaliges Mitglied der südsudanesischen Armee und Angehöriger der ethnischen Gruppe der Murle. Der Südsudan wirft dem Nachbarn Sudan immer wieder vor, Yau Yau zu unterstützen, sowie Waffen und Gerät für ihn nach Jonglei zu transportieren. Die Regierung in Khartum hat dies stets zurückgewiesen.

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Eine Massenpanik hat das weltweit größte Hindu-Pilgerfest Maha Kumbh Mela überschattet. Nach dem Bad im "heiligen Fluss" Ganges kam es auf dem Bahnhof in Allahabad in Nordindien unter den Hunderttausenden Pilgern zu einem großen Gedränge. Dabei gab das Geländer einer Fußgängerbrücke unter dem Druck der Menschen nach, die sich darauf niederließen, wie die Behörden mitteilten. Die Pilger stürzten in die Tiefe und wurden in der Massenpanik totgetrampelt. Ingesamt kamen mehr als 30 Menschen ums Leben, etliche wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten mit Schlagstöcken auf die Menge eingeknüppelt. Angehörige der Opfer machten die Polizei für die Panik verantwortlich. - An dem "Fest des Kruges" nehmen alle zwölf Jahre Hindus aus der ganzen Welt teil. Die Veranstalter schlossen aus Luftaufnahmen, dass sich in diesem Jahr zum Haupttag des Festes mehr als 34 Millionen Menschen in Allahabad aufhielten, einer Stadt mit sonst 1,2 Millionen Einwohnern.

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Inmitten der Regierungskrise in Tunesien hat die weltlich orientierte Partei von Präsident Moncef Marzouki ihre drei Minister aus dem von Islamisten geführten Kabinett abgezogen. Das teilte ein Sprecher der Partei Kongress für die Republik CPR in Tunis mit. Die CPR hatte bereits seit einer Woche mit diesem Schritt gedroht, um die Auswechslung des Außen- und Justizministers zu erreichen. Die CPR beansprucht beide Posten für sich. Die Entscheidung stehe nicht im Zusammenhang mit der Absicht von Ministerpräsident Hamadi Jebali, bis Mitte der Woche eine Regierung aus parteilosen Experten zu bilden, erklärte der Sprecher weiter. Jebali, der dem gemäßigten Flügel der islamistischen Ennahda-Partei angehört, reagiert mit seinem Plan auf die Massenproteste wegen der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaid am vergangenen Mittwoch.

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Die New Yorker Indie-Rockband Fun. ist mit dem Grammy für den besten Song des Jahres ausgezeichnet worden. Sänger Nate Ruess und seine Bandkollegen Andrew Dost und Jack Antonoff erhielten den bedeutendsten Musikpreis der Welt in Los Angeles für ihren Hit "We Are Young". Gleich drei der begehrten Preise der US-Musikindustrie gingen an Dan Auerbach, den Sänger und Gitarristen der Rockband The Black Keys. Er wurde als Produzent des Jahres ausgezeichnet und bekam weitere Awards für den besten Rocksong für "Lonely Boy" und das beste Rockalbum für "El Camino". Die britische Sängerin Adele bekam einen Grammy für "Set Fire to the Rain" für die beste Pop-Solodarbietung. Eine weitere Auszeichnung ging an den kolumbianischen Sänger Juanes für sein Album "MTV Unplugged" als bestes Latin-Popalbum. Der im Dezember im Alter von 92 Jahren gestorbene Sitar-Virtuose Ravi Shankar bekam posthum den Weltmusik-Grammy für sein Album "The Living Room Sessions Part 1". Die Auszeichnung nahm seine Tochter Anoushka entgegen.

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