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Langsam gesprochene Nachrichten

08.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach einem schwierigen Auftakt zeichnet sich beim EU-Gipfel über den neuen Finanzplan möglicherweise ein Kompromiss ab. Die Staats- und Regierungschefs debattieren über einen neuen Budgetvorschlag, der zusätzliche Einsparungen vorsieht. Der neue Vorschlag von Gipfelchef Herman Van Rompuy sieht nach Angaben von EU-Diplomaten Verpflichtungen im EU-Finanzplan in Höhe von 960 Milliarden Euro und tatsächliche Zahlungen über 908 Milliarden Euro plus ein Sicherheitspolster in Höhe von zwölf Milliarden Euro vor. Die EU-Kommission hatte für die Jahre 2014 bis 2020 ein Budget in Höhe von gut einer Billion Euro gefordert, was aber von einer Reihe von Staaten als zu hoch abgelehnt wurde. Strittig waren neben der Gesamthöhe des Finanzrahmens zuletzt auch die Verteilung der Gelder auf die verschiedenen Etatposten wie Landwirtschaft oder Forschung. Vorausgegangen waren intensive Gespräche Van Rompuys unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und dem britischen Premier David Cameron. Die gemeinsamen Beratungen waren bereits kurz nach Mitternacht unterbrochen worden, weil die Positionen zwischen Gebern und Empfängern zu weit auseinanderlagen. Das Europaparlament muss dem Haushalt später noch zustimmen.

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Zwei Tage nach der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaïd sind in Tunesien neue Massenproteste geplant. Die größte Gewerkschaft UGTT hat wegen des Attentats zu einem Generalstreik an diesem Freitag aufgerufen. Zur Beisetzung Belaïds werden Tausende Menschen erwartet. Der am Mittwoch erschossene Jurist galt in Tunesien als einer der schärfsten Gegner der von der islamistischen Ennahda-Partei angeführten Regierung. Belaïds Familie und politische Weggefährten machen die Ennahda für das Attentat verantwortlich.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einem Guerillakrieg in Mali gewarnt. Der Militäreinsatz sei bislang erfolgreich gewesen. Er sei aber besorgt, dass die Dschihadisten und terroristische Elemente zurückkehren könnten. Wie die Angriffe auf französische Truppen in den vergangenen Tagen zeigten, leisteten die Kämpfer in einigen Gegenden Widerstand. Das könne Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Nach dem Sturz der Regierung in Bamako durch Soldaten im März vergangenen Jahres hatten Islamisten gemeinsam mit Tuareg-Rebellen in wenigen Tagen den gesamten Norden unter ihre Kontrolle gebracht. Frankreich griff am 11. Januar militärisch in Mali ein und stoppte zusammen mit malischen Soldaten den Vormarsch der Islamisten. Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS sollen die Franzosen bald ablösen.

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Der designierte Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, hat die Drohnenangriffe der USA verteidigt. Diese Angriffe seien rechtmäßig, versicherte Brennan vor dem Geheimdienstausschuss der Kongresskammer. Demonstranten hatten lautstark gegen die Drohnenstrategie von Präsident Barack Obama protestiert, die Sitzung wurde unterbrochen. Besonders umstritten ist in den Vereinigten Staaten, dass die Regierung im Drohnenkrieg auch Terrorverdächtige mit US-Staatsbürgerschaft ins Visier nimmt. Kritiker werfen Obama vor, mit den gezielten Tötungen ohne Prozess vor Gericht gegen die Verfassung zu verstoßen. Der bekannteste Fall ist der Drohnenangriff, bei dem 2011 der in den USA geborene radikale Prediger Anwar al-Aulaqi ums Leben kam.

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Die US-Luftverkehrsbehörde FAA hat dem Flugzeugbauer Boeing neue Testflüge für seinen "Dreamliner" gestattet. Hauptzweck der Flüge sei es, Daten zu Batterie und Elektronik des Flugzeugs zu sammeln. Die Testflüge dürfen nur über unbewohntem Gebiet stattfinden. Seit Mitte Januar sind alle 50 ausgelieferten "Dreamliner" auf Anordnung der Behörden am Boden. Grund sind defekte Batterien, die zum Teil in der Luft in Brand geraten waren. Die Ursache dafür ist noch ungeklärt. Für die Fluggesellschaften, die die Boeing 787 derzeit nicht einsetzen können, gehen die Kosten schon jetzt in die Millionen. Boeing droht eine Flut von Schadenersatzklagen.

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Bei der 63. Berlinale beginnt an diesem Freitag das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Bis zum 17. Februar zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin mehr als 400 Produktionen aus aller Welt. Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 19 Filme. Zur Eröffnung der Berlinale war der chinesische Kung-Fu-Film "The Grandmaster" (Der Großmeister) von Regisseur Wong Kar Wai außer Konkurrenz gezeigt worden.

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