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Langsam gesprochene Nachrichten

07.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Indien hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Vergewaltiger der mittlerweile verstorbenen Studentin begonnen. Fünf Männer erschienen vor Gericht, wo die Anklageschrift verlesen werden soll. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Mord und Vergewaltigung vor. Den Männern droht die Todesstrafe. Zwei der Männer haben erklärt, sie wollten gegen ihre Mitangeklagten aussagen, offensichtlich in der Hoffnung auf eine geringere Strafe. Bei einem sechsten Angeklagten muss noch geklärt werden, ob er noch minderjährig ist. Die Studentin war bei der Vergewaltigung so schwer misshandelt worden, dass sie bei zwei Wochen nach der Tat starb. Das brutale Verbrechen hatte in Indien große Empörung ausgelöst. Tausende Menschen demonstrierten für einen besseren Schutz von Frauen und Mädchen.

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Die Rede des syrischen Präsident Baschar al-Assad zum Bürgerkrieg in seinem Land ist international weitgehend mit Unverständnis aufgenommen worden. Die US-Regierung nannte die Ausführungen des Staatschefs realitätsfern. Assad habe jede Legitimität verloren und müsse abtreten. Ähnlich äußerten sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Der syrische Präsident hatte am Sonntag in einer seiner seltenen öffentlichen Reden zu einer nationalen Mobilmachung gegen die Rebellen aufgerufen. Mit den von ihm als Terroristen und Marionetten des Westens bezeichneten Aufständischen könne es keine Verhandlungen geben, sagte Assad. Zudem stellte er politische Reformen in Aussicht.

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Wegen ausstehender Hilfszahlungen arabischer Geberländer steht die palästinensische Autonomiebehörde den Worten von Ministerpräsident Salam Fajjad zufolge kurz vor der Handlungsunfähigkeit. Die Regierung sei bereits nicht mehr in der Lage, die Gehälter von rund 150.000 Angestellten im öffentlichen Dienst zu bezahlen, sagte Fajjad in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Sollte es keine Besserung geben, werde sich der Anteil der Palästinenser unterhalb der Armutsgrenze auf 50 Prozent verdoppeln. Der Status quo sei unerträglich, fügte Fajjad hinzu.

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In der nordirischen Hauptstadt Belfast hat es die vierte Nacht in Folge Ausschreitungen gegeben. Pro-britische Demonstranten attackierten die Polizei mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Anlass der Unruhen ist die Entscheidung des Stadtrats von Belfast, die britische Fahne nicht mehr ständig über dem Rathaus wehen zu lassen. Seither demonstrieren Unionisten, die eine Loslösung Nordirlands von Großbritannien befürchten. Beratungen von Kirchenvertretern und Polizei über Wege zur Beendigung der Gewalt brachten bislang kein Ergebnis.

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Das Debakel um Berlins Großflughafen BER geht in dien nächste Runde. Wie in der deutschen Hauptstadt bekannt wurde, muss die Eröffnung erneut verschoben werden und wird sich mindestens bis ins Jahr 2014 hinein verzögern. Die für den 23. Oktober 2013 geplante Inbetriebnahme sei wegen massiver Bauprobleme, insbesondere beim Brandschutz, nicht zu halten, hieß es. Eigentlich sollte der Flughafen "Willy Brandt" längst in Betrieb sein. Die ursprünglich für den 3. Juni 2012 geplante Eröffnung war erst auf März 2013 und dann auf Oktober verschoben worden. Nach der jetzt bekannt gewordene neuerlichen Verzögerung übten die Oppositionsparteien in Berlin und Brandenburg scharfe Kritik am Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und an Ministerpräsident Matthias Platzeck, die im BER-Aufsichtsrat sitzen.

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