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Langsam gesprochene Nachrichten

05.12.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Durch den Taifun "Bopha" sind auf den Philippinen nach jüngsten Behördenangaben mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche würden noch vermisst. Allein in der schwer zugänglichen Stadt New Bataan auf der Insel Mindanao starben 66 Menschen, als eine Sturzflut zwei Notunterkünfte und ein Feldlager überschwemmte. Mehr als 100.000 Bewohner brauchten Hilfe. "Bopha" war am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern im Osten von Mindanao auf Land gestoßen. Er schwächte sich mittlerweile ab und zog Richtung Westen weiter. Im Schnitt durchleben die Philippiner etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im vergangenen Jahr kamen dabei 1500 Menschen ums Leben.

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In Ägypten ist es bei Protesten gegen Präsident Mohammed Mursi erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. In Kairo setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, als einige von ihnen den Präsidentenpalast stürmen wollten. Mindestens 17 Menschen wurden nach Medienberichten verletzt. Insgesamt sollen in Kairo mehrere zehntausend Menschen gegen Mursi auf die Straße gegangen sein. Demonstrationen gab es auch in anderen Städten, etwa in Alexandria. Die Proteste richten sich vor allem gegen die Islamisierung Ägyptens und die weitreichenden Befugnisse, die sich Präsident Mursi per Dekret Ende November selbst zugesprochen hat.

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In Zypern hat Präsident Dimitris Christofias seine Landsleute angesichts der nationalen Schuldenkrise auf Jahre der Entbehrungen eingeschworen. In einer Fernsehansprache deutete er Steuererhöhungen und Einbußen bei den Löhnen an. Gleichzeitig erklärte Christofias, seine Regierung werde die Schuldigen für die finanzielle Misere des Landes zur Rechenschaft ziehen. Wenn die zyprischen Banken nicht Milliarden durch faule griechische Kredite verloren hätten, wäre Zypern auch nicht auf internationale Finanzhilfen angewiesen.

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Die Eurokrisenländer Griechenland und Italien unternehmen nach einer Untersuchung von Transparency International nicht genügend gegen Korruption. Im diesjährigen Korruptionsindex erhielt Griechenland nur 36 von 100 möglichen Punkten, wie die nichtstaatliche Organisation in Berlin mitteilte. Damit teilt es sich mit Ländern wie Kolumbien oder Dschibuti den 94. von insgesamt 174 Plätzen und ist das am schlechtesten bewertete EU-Land. Italien kam mit 42 Punkten auf Platz 72. Deutschland rangiert mit 79 Punkten auf Platz neun innerhalb Europas und weltweit auf Platz 13. Im weltweiten Vergleich am unbestechlichsten sind dem Index zufolge Mitarbeiter im öffentlichen Sektor in Dänemark, Finnland und Neuseeland. Schlusslichter sind die Behördenvertreter in Afghanistan, Nordkorea und Somalia.

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Die Innenminister von Bund und Ländern beraten heute über ein mögliches neues NPD-Verbotsverfahren. Ein erster Versuch, die rechtsextreme Partei zu verbieten, war 2003 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Grund war, dass Informanten des Verfassungsschutzes in der NPD-Führung tätig waren. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) sagte, man sei diesmal weit besser vorbereitet als vor neun Jahren. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, erklärte, gegen die rechte Partei sollte größtmögliche Entschlossenheit demonstriert werden. Die SPD plädiert für einen gemeinsamen NPD-Verbotsantrag von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung.

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Nach den ersten Erfolgen der Marsmission "Curiosity" will die US-Raumfahrtbehörde NASA im Jahr 2020 den nächsten unbemannten Roboter zum Roten Planeten schicken. NASA-Chef Charles Bolden sagte, die USA wollten die weltweit führende Nation bei der Erforschung des Mars bleiben. Man strebe zudem an, in den 2030er Jahren auch Menschen dorthin schicken zu können. "Curiosity" ist der bislang teuerste und technisch ausgefeilteste Rover, der je zum Mars entsandt wurde. Seit seiner Landung Anfang August sucht er auf dem Roten Planeten nach Spuren von Leben.

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