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Langsam gesprochene Nachrichten

03.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Indien müssen sich die mutmaßlichen Vergewaltiger einer Studentin von diesem Donnerstag an vor Gericht verantworten. Bei einer ersten Anhörung soll auch der Polizeibericht zu der Tat vorgelegt werden. Einige Details gelangten bereits vorab in die Öffentlichkeit. So berichteten indische Medien, die Männer hätten versucht, ihr Opfer nach der in einem Bus begangenen Tat noch zu überfahren. Gegen mindestens fünf der sechs Beschuldigten soll Anklage wegen Mordes erhoben werden. Bei einem sechsten Tatverdächtigen wird noch geprüft, ob gegen ihn das Erwachsenenstrafrecht angewendet werden kann. Den Männern droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe. Die Studentin war knapp zwei Wochen nach der Tat ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Fall hatte landesweit Proteste ausgelöst.

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Angesichts des neuen Organspende-Skandals an der Uniklinik Leipzig fordern Patienten- und Ärztevertreter, die Zahl der Transplantations-Zentren in Deutschland zu verringern. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sagte der "Bild"-Zeitung, auf Dauer solle es statt vieler kleiner Zentren lieber wenige große geben. Das mache Überprüfungen einfacher. Der Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte die Schließung von der Hälfte der Transplantations-Zentren noch in diesem Jahr. So würde schädlicher Wettbewerb vermieden. An der Uniklinik Leipzig hatten Ärzte die Daten von Leberpatienten gefälscht, um deren Chancen auf eine Spender-Leber zu erhöhen.

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Der mühsam errungene Haushaltskompromiss in den USA kann in Kraft treten. Präsident Barack Obama unterzeichnete am Mittwochabend das Regelwerk, wie das Präsidialamt mitteilte. Der Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern hebt viele zum Jahreswechsel automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen auf. Allerdings werden zahlreiche Sparmaßnahmen in Milliardenhöhe nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist.

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Bei zwei US-Drohnenangriffen im Nordwesten von Pakistan sind nach Angaben aus Geheimdiensten mindestens vierzehn Aufständische getötet worden. Wie Pakistanische Medien meldeten, ist unter den Toten auch ein wichtiger Taliban-Kommandeur. Die halbautonomen Stammesgebiete an Pakistans Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet des Terrornetzwerks Al-Kaida, der Taliban und anderer militanter Gruppen. Der US-Geheimdienst geht seit geraumer Zeit mit unbemannten Flugzeugen - den Drohnen - gegen diese Gruppen vor.

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In Syrien ist ein amerikanischer Kriegsreporter verschleppt worden. Der 39 Jahre alte James Foley sei bereits Ende November im Nordwesten des Landes von Unbekannten entführt worden, teilte seine Familie nun mit. Foley hatte für die französische Nachrichtenagentur AFP aus dem Krisengebiet berichtet. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bei dem Bürgerkrieg in Syrien bislang mindestens 60.000 Menschen starben. Die Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Truppen von Machthaber Baschar al Assad hatten im März 2011 begonnen.

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